Folge 065: Zeit heilt nicht alle Wunden: Tools und Methoden,die dich nach dem Verlust deines Babys unterstützen

Shownotes

In der letzten Folge habe ich darüber gesprochen, warum Zeit allein nicht automatisch alle Wunden heilt.

Heute gehe ich einen Schritt weiter und schaue ganz konkret darauf, was nach einem Verlust in uns weiterwirken kann, auch Monate oder Jahre später. Hier geht es um die Auswirkungen einer traumatischen oder emotional und mental höchst belastenden Situation und nicht um die Verarbeitung von Trauer.

Das erwartet dich in der heutigen Episode:

Warum reagiert dein Körper manchmal noch mit Angst, obwohl du längst weißt, dass du gerade sicher bist?

Warum kommen bestimmte Gedanken immer wieder?

Und warum kann es passieren, dass dein Verlust irgendwann so sehr Teil deines Selbstbildes wird, dass du dich selbst darin nicht mehr wiedererkennst?

Ich nehme dich anhand von drei ganz konkreten Situationen mit:

✨ Wenn dein Körper weiterhin auf Gefahr reagiert ✨ Wenn sich bestimmte Gedanken immer wiederholen ✨ Wenn dein Verlust beginnt, zu deiner Identität zu werden

Du bekommst dabei konkrete Übungen, die du direkt im Alltag ausprobieren kannst, zum Beispiel, wie du eine körperliche Alarmreaktion begleiten kannst und wie du wiederkehrende Gedanken hinterfragen kannst, ohne sie einfach mit positiven Affirmationen zu überdecken.

Es geht nicht darum, wieder die Frau von früher zu werden. Es geht darum, herauszufinden, wer du heute bist und wer du von hier aus sein möchtest.

Verlust ist Teil deiner Geschichte. Aber er ist nicht deine ganze Geschichte.

Wenn du diesen Weg nicht mehr alleine gehen möchtest, findest du in den Shownotes alle Infos zu – meinem neuen 4-wöchigen Live-Raum für Sternenmamas, Holding Hope, die sich wieder mit sich selbst, ihrer Zukunft und ihrer Hoffnung verbinden möchten.

Ich wünsche die viele Erkenntnisse beim Hören dieser Folge.

Mut ist Angst plus ein Schritt.


Relevante Links:

Holding Hope: Ein Raum für ein neues Selbstbild nach Verlust: Start 30.08.2026 https://myablefy.com/s/regenbogenmamas/holding-hope

10 Wochen Coaching und Mentoringprogramm Regenbogenmamas 2 Be Warteliste: https://myablefy.com/s/regenbogenmamas/warteliste-rm2be

Webseite: www.regenbogenmamas.de

Instgram: bykerstinziegler

Transkript anzeigen

00:00:01: Herzlich willkommen zum Regenbogenmamas Podcast, dem Podcast für die Vollgeschwangerschaft nach einem Sternenkind.

00:00:09: So schön dass du hier bist!

00:00:12: Mein Name ist Kerstin Ziegler.

00:00:14: ich bin selbst betroffene Sternen und Regenburger Mama Sozialpädagogin und Coach für die Vorgeschwangersschaft.

00:00:22: In diesem Podcast teile ich meine persönlichen und beruflichen Erfahrungen der letzten Jahre mit dir.

00:00:27: Und wir kunden, was die Folgeschangerschaft so besonders macht!

00:00:31: Mut ist Angst plus Einschritt – Ich würde sagen Los geht's!

00:00:52: Was kann ich tun, wenn ich merke?

00:00:54: Ich hänge einfach nach vielen Monaten oder auch nach Jahren noch an einem bestimmten Punkt fest.

00:01:00: Und genau darüber möchte ich heute mit euch sprechen!

00:01:03: Es geht nochmal zur Konkretisierung hier nicht um die Trauer, denn Trauer darf bleiben, die darf dich begleiten, sie darf sich verändern und das wird sie tun.

00:01:14: aber Trauer muss Nicht weggehen, um integriert zu sein.

00:01:21: Um wieder glücklich zu sein!

00:01:23: Worüber wir heute sprechen ist über das was doch viele Sternenmamas auch lange nach einem Verlust noch belastet Die Angst die Schuldgefühle Diese innere Anspannung und das Gefühl sich nicht mehr richtig zu erkennen.

00:01:42: Wer bin ich eigentlich?

00:01:45: Und diese Folge soll deshalb nicht nur Verständnis schaffen, sondern dir ganz konkrete Schritte mitgeben, die du in deinem Alltag anwenden kannst.

00:01:54: Ich habe hier drei Punkte auf dich mit dir eingehen!

00:01:59: Der erste ist wenn dein Körper weiterhin auf Gefahr reagiert.

00:02:04: Gefahr hier in Anführungsstrichen, denn was gefährlich ist und was nicht gefährlich erst abgesehen natürlich jetzt von klassischen Dingen wie einen Waldbrand oder einem Menschen der Messe vor der Städte steht.

00:02:17: Und ich jagt es mir auch ein subjektives Empfinden!

00:02:23: Ich glaube du kennst folgende Situationen sehr gut und das bedeutet tatsächlich für dich Gefahr obwohl die für andere Menschen überhaupt nicht gefährlicher sind Du sitzt bei deinem Frauenarzt und plötzlich rast dein Herz.

00:02:37: Du kriegst Schweishände, kannst dich nicht mehr konzentrieren oder du hörst von einer Schwangerschaftsverkündung und dein Bauch zieht sich zusammen.

00:02:49: Das fühlt sich an als würdest du keine Luft mehr kriegen.

00:02:53: Vielleicht ist es auch der Moment wenn du einen Schwangerschapftest machst und da diese Freude ist das hast du dir so sehr gewünscht Und gleichzeitig aber auch Panik hochkommt und der Gedanke, wie soll ich das jetzt schaffen?

00:03:07: Weil es ist auch ein bestimmter Jahrestag da ist.

00:03:10: Der IT-, Geburtstag, Todestag deines Sternenkinders Weihnachten... ...und dein Körper wird plötzlich schwer und angespannt!

00:03:19: Man spürt es so richtig im Körper sitzen.

00:03:22: Dann ist hier diese Frage warum reagiere ich immer noch so?

00:03:30: Und hier vorab ganz wichtig zu verstehen ist, dass dein Körper der reagiert nicht falsch.

00:03:36: Er reagiert auf etwas was für ihn einmal überwältigend war – nämlich dieses ganze Topic und Thema Schwangerschaft!

00:03:55: die an der Verarbeitung von Emotionen und Bedrohungen beteiligt sind.

00:03:59: Dazu gehört auch der Ermückterlar, die häufig als eine Art Alarmzentrum unseres Gehirns beschrieben

00:04:05: wird.".

00:04:08: Die Ermöckterlar spielt eine wichtige Rolle bei der Verabaltung emotional bedeutsamer Reize und insbesondere bei der Bearbeitung von Bedrohen.

00:04:18: Wenn wir etwas als überwältigend oder gefährlich erleben, können bestimmte Situationen später wieder eine Alarmreaktion auslösen.

00:04:26: Auch wenn wir heute wissen, dass wir jetzt gerade eigentlich sicher sind.

00:04:31: Dein Körper der weiß das einfach nicht!

00:04:33: Dass es jetzt fünf Jahre her ist, ein Jahr her ist – dass gerade im jetzigen Moment alles gut ist.

00:04:40: Das heißt, bestimmte Situationen können eine Alamreaktionsausrufe auslöschen weil sie mit einer früheren überwältigenden Erfahrung verbunden sind.

00:04:53: Und wenn wir etwas als gefährlich erleben, speichert unser Gehirn nicht nur Fakten wie ein Speicher der fest ist und der dann in der Gegenwart jedes Situation nach diesem Speicher oder durch diese Wahrnehmung eben auch bewertet?

00:05:14: Das heißt, wenn du merkst es kommt eine konkrete Übung mit hinzu dass dein Körper in Alarm geht Geht es darum, den Körper mitzunehmen?

00:05:24: Mit einem Angstsystem zu signalisieren.

00:05:27: Hey!

00:05:28: Da besteht gerade keine Gefahr auch wenn du so bewertest und darauf reagierst.

00:05:34: Und ich gehe jetzt in die Regulation.

00:05:37: Du kannst zum Beispiel deine Hand auf die Pust legen eine Hand auf deinen Bauch legen Und im ersten Moment einfach mal wahrnehmen.

00:05:44: Wie fühlt sich denn die Hand an auf meiner Brust, auf meinem Bauch?

00:05:47: Und alleine schon indem du mal bewusst in diese Wahrnehmung deiner beiden Hände gehst und dann brichst du so einen Gedankenstrom und kommst schon mal aus diesem ersten Impuls auch raus, aus dieser ersten Angst, aus diesen ersten Angstgedanken und Angstgefühl dann auch raus.

00:06:03: Und dann atme ganz gleichmäßig und achest auf deine Hände, in deinen Bauch ein und werde dann ganz weich und weit Und dann atmest du wieder aus und atmest dabei länger aus.

00:06:16: Du kannst auch mitzählen, das ist auch sehr wirksam, dass du auf zum Beispiel vier einatmest und dann auf acht ausatmst und bei der Ausatmung auch wieder spürst wie die Hand runtergeht, bei der Einatmungen wieder hoch geht.

00:06:30: also ganz bewusst runter und hoch.

00:06:34: Und dann im nächsten Schritt wenn du hier schon mal so'n bisschen bei dir angekommen bist benenne einmal Innerlich, was du spürst.

00:06:42: Du kannst es aussprechen, aber auch dir denken, wenn du z.B.

00:06:47: gerade bei deiner Frauenärztin sitzt... Mein Herz schlägt schneller!

00:06:53: Ich spüre Anspannung in meinem Körper.

00:06:57: Mein Körper erinnert sich.

00:07:01: und jetzt ganz wichtig das bedeutet nicht automatisch dass ich gerade im Gefahr bin.

00:07:09: Und der entscheidende Schritt hier ist, du kämpfst gegen die Reaktion nicht an Und sie wird nicht zusätzlich negativ bewertet.

00:07:18: Ich mache was falsch und es sollte irgendwie anders sein, sondern es entsteht Verständnis!

00:07:25: Denn durch dieses Es müsste irgendwie anders seien, entsteht ja oft ein neuer Stress.

00:07:31: Ich bliebe da dagegen an – ich will das nicht zulassen.

00:07:34: Ich darf so nicht mehr

00:07:35: reagieren.".

00:07:37: Und was du hier machst, und es ist eine schöne Verbindung von der Regulation durch die Atmung Parasympathikus aktivieren.

00:07:44: Das heißt wirklich auf körperlicher Ebene deinem Körper zu signalisieren – die Gefahr ist vorüber!

00:07:49: Es ist gerade alles gut.

00:07:52: Und einmal in das Fühlen, in des Benennen zu gehen von dem, was gerade da ist... ...es damit auch aus der Gefühlsebene in den Verstand zu bringen, auch das reguliert wieder.

00:08:09: Wenn etwas nur ein diffuses Gefühl ist können wir es nicht so klar greifen wie wenn wir es benennen.

00:08:16: ganz klar benennen und beides schafft eben Regulationen und Schaft dann die Erfahrung dass diese Situation eben nicht so schlimm ist und so überfordernd erlebt wird als sie es sonst überlebt wird.

00:08:36: baut damit auch Kapazitäten auf, das nächste Mal der Situation anders zu begegnen.

00:08:44: Das zweite ist der Punkt wenn es so wiederkehrende Gedanken da sind zum Beispiel ich kann meinem Körper nicht mehr vertrauen oder mir passieren schlimme Dinge.

00:08:56: Es wird nie wieder leicht sein.

00:08:58: Entschuldsthema hätte ich nur das anders gemacht.

00:09:02: Das sind eigentlich so die ganz häufige wiederkehrende Gedanken, die wir als Sternenmama auch haben.

00:09:09: und wenn du spürst dass es bei dir eben auch der Fall ist versuchst du vielleicht positiv zu denken ja und das dir dann einfach so einmal oben zu drehen.

00:09:20: nein das wird schon und ich konzentriere mich jetzt auf das positive das ist ja auch das wie wir generell Ängsten begegnen dass wir versuchen einfach ins Positive zu switchen.

00:09:31: Aber du wirst spüren und das ist auch das, was ich immer wieder in meiner Arbeit gefeedback bekomme.

00:09:35: Das ist zu weit weg!

00:09:36: Wir hatten jetzt aus gestern im Regenburg-Mama's to be ganz ausführlich auf der mentalen Ebene die Arbeit mit Glaubenssätzen und Identitätsbestandteilen Und da sagte auch eine Teilnehmerin, wir haben eine Übung gemacht Ich habe eine Affirmation herausgefühlt und es war so von...ich bin nicht richtig, ich geh' nie gehöre nicht dazu, das war der Ausgangspunkt Und ihr Endsatz war dann, ich feiere mich oder so.

00:10:01: Also ganz, ganz krass!

00:10:02: Ich feiere für die Person, die ich bin und ich habe das schon direkt gemerkt, dass sie es ausgesprochen hat.

00:10:08: Sie hat es auch kommuniziert und gesagt, das ist viel zu weit weg.

00:10:12: Ja?

00:10:12: Das ist das was viele Menschen erleben, dass dieses... Was man sich sagt oder was auch andere sagen hätte, du, dieses Mal klappt es in der Schwangerschaft oder du, das wird schon gut gehen.

00:10:22: und na so, dass das viel zu weg weg ist von dem wo du gerade stehst so und dann kannst du das nicht annehmen.

00:10:31: Dann ist es viel zu weit weg, dann geht dein System bereits schon in der Überforderung weil es sich für dich so obviel lieh unwahr-und falsch anfühlt ja auch hier wieder was passiert dabei im Gehirn?

00:10:45: Gedanken sind nicht nur Worte.

00:10:48: ein Gedanke beeinflusst dein Gefühl wenn deine Aufmerksamkeit geht.

00:10:53: Es gibt eine körperliche Reaktion.

00:10:57: Wenn ich genau das sage, ich kann meinem Körper nicht vertrauen.

00:11:02: Ist da ein Gefühl dabei?

00:11:04: Es fühlt sich unangenehm an.

00:11:06: Ich habe vielleicht Angst, vielleicht ist es eine Traurigkeit und auf körperliche Ebene werden bestimmte Hormone freigesetzt ja die damit einher gehen.

00:11:14: Vielleicht Cortisol, Adrenalin also gewisse Stresshormone die dann mit da sind in dem Moment.

00:11:20: Das gehört alles zusammen.

00:11:22: Und das Spannende ist, wenn immer ich mir eben dieses Geschichte erzähle.

00:11:25: Ich kann meinem Körper nicht vertrauen, denn sucht mein Gehirn automatisch Beweise

00:11:30: dafür.".

00:11:31: Das nennt man in der Psychologie Bestätigungsfehler bzw.

00:11:34: Conformation Bias und du siehst dann eher jedes Zielen jede Unsicherheit als eine Bestätigung dafür dass du deinem Körper nicht mehr vertrauen kannst.

00:11:50: Es ist super, super spannend sich das und auch immer wieder bewusst zu machen.

00:11:54: Deswegen mache ich es auch ganz ausführlich in Regenbogen-Mamasturbieren.

00:11:57: Ich werde dir heute am Ende dieser Episode noch eine Einladung in ein neues Programm geben was sich damit befasst eben dieses Was ist Wahrnehmung?

00:12:08: Was ist Bewusstsein?

00:12:09: Weil wir oft denken das ist so und ich sehe das so und erlebe das so.

00:12:13: aber unser Gehirn funktioniert durch bestimmte Prägungen über Filtersysteme und nur weil wir etwas so wahrnehmen, also auch jetzt das.

00:12:21: Und uns das immer wieder bestätigen bedeutet es noch lange nicht, sodass es objektiv zuerst und hier auszusteigen ist natürlich super eine super große Chance um auch wieder dann in Vertrauen sei es durch ein Kinderwunsch die Vollgeschwangerschaft oder einfach auch durch das eigene Leben zu gehen.

00:12:40: Das ist gar nicht mal nur bezogen auf Kinderwünsche und Vollgeschwinderschaft.

00:12:45: Was du jetzt machen könntest sind die vier Fragen.

00:12:49: Instatt diesen Gedanken dann mit so was Positiven wegzudrücken und so über Tünchen, ja oder das so etwas Positives zu verfärben, was denn aber auch nicht glaubt oder ihn wegdrücken – das ist ja dann auch manchmal etwas, dass wir machen.

00:13:04: Es kommt zwar immer wieder, wir drücken es weg sich mal hinzusetzen und ins Gespräch damit zu gehen, ja?

00:13:10: Mit den vier Fragen!

00:13:12: Die erste Frage is', Was denke ich denn gerade?

00:13:15: Okay, ich kann meinem Körper nicht vertrauen.

00:13:19: Das Zweite ist die Frage was bedeutet diese Gedanke für mich?

00:13:24: Ich fühle mich unsicher!

00:13:27: Ich bin nicht sicher!

00:13:30: Ich brauche Kontrolle vielleicht auch ne?

00:13:34: Das Dritte welche Gefühle entstehen daraus?

00:13:38: Angst Hilflosigkeit Ohnmacht Vielleicht Traurigkeit.

00:13:46: Und viertens gibt es heute Eine hilfreichere Sichtweise darauf.

00:13:54: Und das muss jetzt nicht sein, alles ist gut oder ich vertraue meinem Körper und mein Körper ist so.

00:13:58: nicht sind ein Team oder sind sind eins.

00:14:01: ja weil wie gesagt es noch viel zu weit weg sondern auch hier wieder dieses Verständnis.

00:14:06: hey Ich und meinen Körper auch das ist ganz wichtig.

00:14:10: Nicht nur du hast was Schreckliches erlebt Auch dein Körper hat was Schreckliches erlebt.

00:14:13: er wollte den Verlust auch nicht.

00:14:15: Ja also Mein Körper hat etwas Schreckliche erlebt Und ich darf lernen, wieder Vertrauen aufzubauen.

00:14:23: Mein Körper hat auch verloren und ich darf lernen, dass wir wieder zu einem Team

00:14:27: werden.".

00:14:28: So was!

00:14:29: Spürst du den Unterschied?

00:14:31: Und dieser zweite Satz ist ganz wichtig der verleugnet diese Erfahrung nicht.

00:14:37: Da spricht es nicht ab weil das ist dieser Fadebeigeschmack wenn wir sonst in die Positivity sprechen aber er öffnet einen neuen Weg nach vorne mit diesen Erfahrungen.

00:14:46: Das ist eben unglaublich kraftvoll.

00:14:51: Der letzte Punkt ist dieser Punkt, den ich auch immer wieder wahrnehme.

00:14:56: Den vielen Sternen-Mamas komplett unbewusster leben.

00:14:59: Das ist wenn der Verlust zu deiner Identität wird und das ist der Teil, der oft am tiefsten geht weil es so... Es wird.

00:15:09: du bist das ja?

00:15:10: Das ist was sehr, sehr persönliches Wenn du dir auch als seit Jahren dieselbe Geschichte erzählst.

00:15:16: Ja Ich bin die Frau, die ihr Baby verloren hat der ihr Leben sich verändert hat, bei der es jetzt anders sein müsste.

00:15:23: Ich bin damit der Frau, der immer was Schlimmes passiert, für die es immer anders ist als für andere, die eben nichts vorhin schon gesagt haben nicht dazugehört.

00:15:34: und ich möchte mal vorab klarstellen ja Verlust ist ein absolut krass einschneidendes Event in deinem Leben, was dich und alles was bisher in deinem Leben war, beeinflusst und verändert.

00:15:52: Aber Verlust ist Teil deiner Geschichte!

00:15:58: Und er ist nicht deine Geschichte, verstehst du den Unterschied?

00:16:03: Das bedeutet auch wieder hier zuerst mal, warum ist das so ja?

00:16:08: Warum wird denn das zur Identität?

00:16:11: Da könnte ich noch meine eigene Podcastfolge machen weil auch in meiner persönlichen Erfahrung oder Wahrheit so ist, dass wir uns generell leichter tun mit diesem Selbstbild von hilflos und ohnmächtig zu identifizieren.

00:16:28: Weil das eben etwas ist was wir häufig schon auch in unserem Kindesalter in der Jugend in der Schulzeit kennengelernt haben Das, was wir kennen und was bekannt ist, ja, Filtersystem so bestätigen wie uns das Wir sind.

00:16:45: Und dann eben nach einem Verlust diese Gedanke – Ja, das war ja klar!

00:16:50: Weil ich bin immer die für dies anders läuft stattfindet.

00:16:54: So und das ist auch nochmal eine in Kurzform einfachen Gedanken, den ich dir dazu mitgeben möchte.

00:16:59: Was du aber auch wissen darfst, dass unser Gehirn generell gerne mit Geschichten arbeitet Und diese Geschichten, die formen unser Selbstbild.

00:17:07: Also genau das wie wir uns sehen unsere eigene Selbstverständnis.

00:17:16: und wenn sich dieses Selbstbild jetzt aber eben nur oder ausschließlich um diesen Verlust, um Angst, um Ohnmacht, um Schmerz und Hilflosigkeit dreht, beeinflusst es natürlich jede deiner Entscheidungen, deine Beziehungen deinen Kinderwunsch, wenn du gerade vielleicht im Kinderwunscht bist, deine Schwangerschaft deine Vorstellung von der Zukunft.

00:17:37: Das heißt, das ist super wichtig uns hier ehrlich zu hinterfragen und zu schauen.

00:17:44: mache ich hier gerade etwas zu meinem Selbstbild was ich aber gar nicht haben möchte dass wir noch als abschließende Reflexionsfrage diese frag dich mal ist es noch meine Geschichte oder bin ich das schon?

00:17:59: Und das ist ein riesengroßer Unterschied.

00:18:01: und ja du kannst es nicht ändern was dir geschehen hast Du wurdest nicht gefragt und es löst Ohnmacht- und Hilflosigkeit aus, aber du wirst nicht ohnmächtig unhilflos.

00:18:11: Das bist du nicht!

00:18:13: Und da darfst du aufhören dir das zu erzählen.

00:18:17: Denn du kannst hier und heute und jetzt entscheiden welche Bedeutung dieser Verlust für dein weiteres Leben bekommt – und das bedeutet nicht dass du dein Baby vergessen musst.

00:18:28: Es ist ja nochmal ein neues Thema, aber loslassen und mich anders definieren?

00:18:33: Nein!

00:18:34: Es bedeutet einfach nur, dass du dir erlaubst mehr zu sein als der Verlust als diese Sternenmama.

00:18:42: Und drei Dinge die du heute dazu auch mal konkret ausprobieren kannst sind nimm dich mal wahr.

00:18:48: beobachte mal deine wiederkehrende Gedanken.

00:18:52: Schreib sie auf.

00:18:52: es da vielleicht einer immer besonders laut muss gar nicht ignorisieren sondern einfach nunmal sichtbar machen.

00:18:58: im zweiten Schritt hinterfrag mal die Bedeutung.

00:19:02: Was sagt dieser Gedanke über dich aus?

00:19:06: Ist das wirklich eine Tatsache oder ist es eine Schlussfolgerung, die du gerade triffst und der Ursprung ist.

00:19:14: Der Verlust ist diese traumatische Erfahrung.

00:19:19: Wie kannst du herausfinden ob's ne tatsache is?

00:19:22: Ob es vielleicht auch eine andere Perspektive gibt, die Du darauf einnehmen könntest.

00:19:26: Wenn es eine andere perspective gibt, den man darauf einnimmen kann, dann ist es aus meiner Meinung.

00:19:31: Zum Beispiel ich habe hier ein rohschwarmenes Handy liegen.

00:19:35: Das ist Orangefarben.

00:19:37: Das ist eine Tatsache, da haben wir keine Meinung darüber.

00:19:42: Ob ich machtlos bin?

00:19:43: Da könnte auch andere einen anderen Blick hinzunehmen wie zum Beispiel... Wie machtlos kann man sein wenn man nach Costa Rica auswandert?

00:19:54: Also hier ist es eine Schlussfolgerung aus einer traumatischen oder aus meiner traumatischen Erfahrung und das ist wirklich eine Tatesache.

00:20:01: Und dann der dritte Schritt!

00:20:04: die eben nicht hilflos ist, die selbstwirksam ist, dem vertrauen ist.

00:20:12: Was auch immer das für dich erst sehr, das sind es so die Sachen, die ich habe!

00:20:16: Wie würde die Frau, die Ich sein möchte?

00:20:20: Heute einen kleinen Schritt anders mit dieser Situation umgehen und in anderen Schiften Gedanken zulassen – mir Selbstwebe mit reinbringen.

00:20:37: Kannst du schriftlich machen?

00:20:39: Nimm dir da die Zeit Und das kannst du auch immer wieder machen.

00:20:44: Das sind alles keine One-Time-Tools im Übungen, die ich dir jetzt mit in der Hand gegeben habe, sondern es kannst du wirklich regelmäßig machen.

00:20:55: Wie ich's in der letzten Episode schon gesagt habe – Die Zeit heilt keine Wunden!

00:21:01: Aber Du kannst Wunden heilen durch Verstehen, durch Erkennen, durch erleben und verarbeiten durch positive Referenz-Erfahrungen, die entstehen durch bewusste Schritte.

00:21:12: Durch Reflexion!

00:21:13: Durch Fühlen!

00:21:14: Vor allem durch das Erfahren von Sicherheit in diesen Gefühlen, in diesen Situationen.

00:21:20: Durch deine Selbstwirksamkeit und allen voran auch immer wieder dieser Entscheidung dich nicht länger nur von deiner Angst und von deinem Verlust definieren zu lassen.

00:21:33: Ich hätte mir damals so sehr gewünscht dass mir das jemand genauso erklärt und gesagt hätte Hey, du siehst Abwarten und Zeit halt ohne Wunden.

00:21:41: Vergiss es!

00:21:44: Du kannst jetzt losgehen, du kannst jetzt verstehen was in dir passiert.

00:21:47: Du kannst die Unterstützung holen, du könntest dich begleiten lassen und eben in die Aktion kommen weil dadurch brechen wir schon zum allerersten Mal diese Hilflosigkeit und Ohnmacht.

00:22:00: ich muss nicht warten bis sondern ich geh los.

00:22:05: Und falls du das jetzt gerade hörst und dich das empowert, und du sagst hey yes, es ist mein Call.

00:22:11: Ich möchte wirklich was in mir jetzt verändern!

00:22:14: Ich möchte damit nicht weiter allein gehen.

00:22:16: ich möchte nicht mehr rätselraten wie Veränderungen sein kann und was es dazu braucht.

00:22:22: dann... Lade ich dich von Herzen ein, in meinem ganz neuen Raum Holding Hope mit dabei zu sein.

00:22:30: Wir starten in zwei Wochen am dreißigsten August und das ist ein vierwöchiger Live-Raum für Sternenmamas die nach ihrem Verlust sich die Frage stellen wer bin ich?

00:22:42: Und wer will ich sein?

00:22:44: In diesem Raum?

00:22:45: diese konkreten Schritte gehen hin zu dieser Frau die sich für ihre Zukunft, für Ihre Hoffnung wieder öffnet.

00:22:56: Es geht nicht darum in Dein altes Self zurückzukommen, in Deine alte Version zurückzubekommen sondern diese in Liebe auch loslassen zu können und zu schauen was ist das Neue, was entstehen darf?

00:23:10: es geht um Würdigung, um Annahme und um die Wahl zu entscheiden.

00:23:16: wer bin ich und wie sieht meine Zukunft aus Wenn du selbst betroffene Regenbogenmama bist oder eine Vollgeschwangerschaft planst und den Wunsch hast, dich nachhaltig und ganzheitlich zu stärken.

00:23:32: Dann zieh die sehr gerne einmal auf meiner Webseite um!

00:23:36: Hier findest du mittlerweile ein buntes Angebot an Masterglasses, an Workshops sowie zu meinen beiden großen Intensivprogrammen.

00:23:47: Die Webseite findest du unter www.regenwogenmamas.de.

00:23:54: Wenn dir der Podcast gefällt, freue ich mich sehr wenn Du mir eine positive Bewertung darlässt oder ihn mit anderen Betroffenen, Angehörigen und Fachpersonen teilst!

00:24:06: Bis zum nächsten Mal Deine Kerstin.

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